ZusammenLeben

Projekttitel:

ZusammenLeben

Projektträger:

Kulturfabrik Lehrter Straße 35 e.V.

Projektlaufzeit:

01. Januar bis 30. September 2017

 

ZusammenLeben“ das aktuelle pädagogische Projekt der Kulturfabrik Moabit Kids

Mit dem Projekt „ZusammenLeben“ hat die Kulturfabrik Moabit ein innovatives pädagogisches Konzept entwickelt. Denn „ZusammenLeben“ bezieht sich im gleichen Maße auf die Kinder der örtlich nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft als auch auf die ortsansässigen Kinder. Mit einer Reihe von Theater- und Kunstworkshops wird eine regelmäßige Begegnung zwischen den zugewanderten und den alteingesessenen Kindern ermöglicht. Gemeinsam gestalterisch tätig zu sein, fördert das soziale Miteinander und stiftet Gruppenidentität. Denn nur wenn alle Kinder gut zusammenarbeiten kann ein gemeinsam gestaltetes künstlerisches Produkt entstehen. Durch die intensive Interaktion der Kinder beim gemeinsamen Basteln und beim Erarbeiten von Theaterstücken entstehen wertvolle Freiräume für den interkulturellen Austausch, sowie erste freundschaftliche Kontakte zwischen den Kindern. Die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft werden so spielerisch gefördert. Damit liegt die Stärke von „ZusammenLeben“ wortwörtlich in einem gelebten Umgang mit Diversität und der Anerkennung von Pluralität als ein Geschenk an unsere Gesellschaft.

ZusammenLeben wird gefördert durch die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Interview mit Jutta Schramm, Projektleiterin von „ZusammenLeben“

 

Theaterworkshop „Peter und der Wolf“

Der erste musikalisch-integrative Theaterworkshop im Rahmen des Projekts „ZusammenLeben“ findet in den Winterferien 2017 statt. Über Sieben Tage beschäftigen sich fünfzehn Kinder – geflüchtete und ortsansässige – intensiv mit dem Konzertstück „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew. Zu Beginn des Workshops steht das reine Hörerleben. Ohne visuelle Eindrücke hören sich die jungen TeilnehmerInnen Prokofjews musikalisches Märchen zunächst aufmerksam an. In einer angeregten Diskussion erarbeiten Kindern und Pädagoginnen anschließend gemeinsam den Inhalt der Geschichte. Im nächsten Schritt werden die akustischen Eindrücke verarbeitet, in dem sie zu Papier gebracht werden: Mit großem Eifer werden die Hauptfiguren der Geschichte in vielen bunten Farben und in allen möglichen Formen gemalt: der junge Peter, der kecke Vogel und die träge Ente. Unter Anleitung ordnen die Kinder dann die entsprechenden Instrumente ihren selbstgemalten Bildern zu, zum Beispiel Oboe und Ente. Ziel ist es, insbesondere den neu zugewanderten Kindern Orchestermusik und die verwendeten Instrumente behutsam näherzubringen.

Der Ferienworkshop findet seinen Abschluss in einer farbenfrohen und spaßigen Puppenaufführung, zu dem die Eltern der geflüchteten Kinder und die Eltern der ortsansässigen Kinder eingeladen sind. Die eigens hierzu hergestellten Puppen stellen sämtliche Figuren des Theaterstückes dar, einschließlich die des Jägers und die des bösen Wolfs. Jede Figur hat lose Arme, die von einem Stab geführt und von den Kindern rhythmisch zur Musik bewegt werden. Eine Videoaufzeichnung der Vorstellung dokumentiert den gelungen Abschluss dieser, für alle Beteiligte einzigartigen Ferienwoche.