Das Programm und ein kurzer Videorückblick finden sich hier:
Lange Nacht des Klimas
Am 12. September gibt es in der Kulturfabrik Moabit wieder die Lange Nacht des Klimas: rund 40 Acts auf vier Bühnen, mit Vorträgen, Panels, Workshops, Film, Musik und Performance. Inhaltlich geht es diesmal nicht nur allgemein um CO₂ – wie letztes Jahr, sondern um sechs größere Konfliktfelder: Klimawandel und Gesundheit, Wasser und Hitze, KI und Tech-Macht, Demokratie und Populismus sowie fossile Energien als Frage von Krieg, Geld und Macht.
*Indoor & Outdoor*
Open Air Bühne im grünen KuFa-Garten – mit 3 Acts von 18 – 21 Uhr
Eintritt frei!
+Kinderprogramm +Food +Kino
Unter den angekündigten Gästen sind Arne Semsrott, Jakob Springfeld, Susanne Götze, Julian Bothe und viele weitere Redner und Akteure. Das ist also nicht bloß ein Festival der guten Absichten, sondern bringt Forschung, investigative Recherche, Aktivismus, Energiepolitik und Demokratiefragen zusammen.
Das Programm ist thematisch deutlich interessanter, als sein freundlicher Festivalrahmen zunächst vermuten lässt. Aber die spannende Kontroverse beginnt wohl erst dort, wo man nicht bei der gemeinsamen Krisendiagnose stehen bleibt, sondern über Verteilung, Infrastruktur, Demokratie und reale Macht spricht.
Die fachlich stärksten Erwartungsanker sind Claudia Kemfert bei Energieökonomie, Levke Caesar bei Klimaforschung, Matthias Quent bei demokratischer Erosion und Autoritarismus sowie die urgewald-Vertreterinnen bei fossilen Finanzströmen. Hier werden keine bloßen „Feel-good“-Namen gedroppt: hier wird empirische Forschung, Recherche und spezifische politische Praxis in ihre jeweiligen Felder eingeordnet.
Die Ausgabe 2026 ist breiter als eine reine Klimaschutzveranstaltung. Sie greift die größeren Zusammenhänge von Klima mit Gesundheit, Wasser, digitaler Infrastruktur, KI, Krieg, Finanzmacht, Demokratie und Populismus auf. Gerade die Verbindung „KI / Techbros / Narrative“ ist interessant, weil sie nicht nur nach dem Stromverbrauch von Rechenzentren fragt, sondern nach der politischen Macht von Technologieunternehmen und dem Versprechen, technische Innovation könne soziale Konflikte einfach ersetzen.

























