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Spotlight on Michelle Yeoh – Queen of Action

Datum: So., 22.02.26
Ort: Filmrausch
Zeit: 19 Uhr
Preis: ab 8,- €

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Fr 20. – Mi 25.02. – für alle anderen Vorstellungen geht bitte direkt auf: Filmrausch­palast Moabit

Michelle Yeoh bekommt den Goldenen Ehrenbären der Berlinale. Grund genug für uns – die unsere Liebe zum Hongkonger Kino der 80er und 90er nicht oft genug kundtun können – ihr eine kleine Werkschau zu widmen.

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Nicht grundlos dankte die gebürtige Malaysierin, als sie 2023 für EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE als erste Asiatin überhaupt den Oscar für die beste Hauptrolle erhielt, ihrer extended Family aus Hongkong: Tatsächlich hat die ausgebildete Balletttänzerin ihre ersten Schritte auf der großen Leinwand in Hongkonger Actionfilmen gemacht – zunächst als Michelle Khan. Trotz inexistenter Martial-Arts-Vorkenntnisse ließen ihre kraftvollen Kampfdarbietungen und die Gesetze der Schwerkraft infrage stellenden Stunts sie schnell zu einem der angesehensten Actionstars des Planeten aufsteigen. Sogar Co-Star Jackie Chan versetzte sie in Verlegenheit, als sie in POLICE STORY 3 – SUPERCOP mit einem Motorrad auf einen fahrenden Zug sprang. Hier kommt die Queen of Action!

東方三俠 – THE HEROIC TRIO
R: Johnnie To
Mit Michelle Yeoh, Maggie Cheung, Anita Mui, Anthony Wong
HK/CHN 1993, 88 min, OmeU, einmalig von 35mm

Weibliche Solidarität, Emanzipation und jede Menge Action! Regielegende Johnnie To bescherte uns mit THE HEROIC TRIO ein bildlich wie erzählerisch wildes Spektakel samt der drei größten weiblichen Stars made in Hong Kong: Maggie Cheung (IN THE MOOD FOR LOVE), Cantopop-Sängerin Anita Mui und natürlich Michelle Yeoh sind Wonder Woman, Thief Catcher und Invisible Woman. Letztere erscheint zunächst als Widersacherin, die für die Entführung von 18 Neugeborenen verantwortlich gemacht wird. Die drei Superheldinnen kämpfen gegeneinander, bevor sie lernen, sich von den Männern in ihrem Leben zu lösen und zusammenzuhalten. Nur als Trio können sie sich jenen teuflischen Drahtziehern hinter den Kidnappings (und ihrer fliegenden Guillotine!) stellen.

In der Vorstellung am Sonntag den 22.02. zeigen wir den Film auf (der vermutlich letzten existierenden) 35mm-Analogkopie.

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Moabiter Matinee #10: SILVER LININGS

Datum: So., 01.03.26
Ort: Filmrausch
Zeit: 13 Uhr
Preis:

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Einmal im Monat versüßen wir euren Sonntagmittag mit dem Besten aus zwei Welten: Bei der Moabiter Matinee gibt es für alle Freundinnen und Freunde der frühen Kinobesuche ein Filmhighlight, dazu frisch gebrühten Kaffee sowie die leckersten Zimtschnecken des Kiezes vom Café Zazza. Ab dieser Ausgabe wollen wir der Matinee ein exklusives Programm verpassen, das genauso sweet ist wie die Zimtschnecken – RomComs!

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Diesmal SILVER LININGS, in dem Bradley Cooper den geschiedenen und von seiner Psyche gebeutelten Lehrer Pat spielt, der wieder bei seinen Eltern einziehen muss. Er trifft auf die nicht weniger psychisch belastete Tiffany (Jennifer Lawrence) und will sich von ihr helfen lassen, seine Ex-Frau zurückzugewinnen. Dank der wahnsinnig funkenden Chemie zwischen Bradley Cooper und Jennifer Lawrence gilt dieser brüllend komische Film völlig zurecht als ein moderner Klassiker des Genres.

SILVER LININGS PLAYBOOK (SILVER LININGS)
USA 2012, 122 min, OmU
R: David O. Russel
Mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro

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Archiv
Gamerausch: FIREWATCH

Datum: Sa., 14.02.26
Ort: Filmrausch
Zeit: 18 Uhr
Preis: ab 7,00 €

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FIREWATCH gehört genau zehn Jahre nach Erscheinen bereits zu den Klassikern der Videospielgeschichte. In einem heißen Sommer 1989 begibt sich der Protagonist des Spiels, Henry, in einen US-amerikanischen Nationalpark. Er wird dort über den Sommer zurückgezogen in einem Ausguck leben und als “Firewatcher” nach Waldbränden Ausschau halten. Nur die Funkverbindung zu seiner Kollegin Delilah bietet einen Kontakt zur Außenwelt.

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Gemeinsam mit Henry erleben wir in atemberaubenden Bildern die Schönheit des Nationalparks, werden Zeuge zunehmend mysteriöser Ereignisse und stehen schließlich vor den großen Fragen: Wie gehen wir mit Trauer und Verlust um? Was heißt es, Verantwortung im Leben zu übernehmen? Und wie ist ein Zusammenhalt mit anderen Menschen in Zeiten der Krise möglich?

Eine Einführung in die Themen des Spiels und Perspektiven, die FIREWATCH eröffnet, gibt unser Spielwissenschaftler Lars Dolkemeyer. Das Spiel wird, wie immer, gemeinsam und komplett durchgespielt.

FIREWATCH
USA 2016, Campo Santo, 360 min, OmU

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Kino: YI YI (25TH ANNIVERSARY)

Datum: Di., 03.02.26
Ort: Filmrausch
Zeit: 19 Uhr
Preis: ab 8,- €

Neu restauriert: Edward Yangs in Cannes ausgezeichnetes Spätwerk kehrt in einer sorgfältig überarbeiteten Version zurück – ein leises, tief bewegendes Familienporträt, das den Alltag in Taipeh mit einer seltenen Aufmerksamkeit für die unscheinbaren Momente betrachtet.

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Als eines der zentralen Werke der taiwanesischen Neuen Welle verbindet YI YI intime Beobachtungen mit gesellschaftlichen Fragen, ohne je belehrend zu werden. Yang erzählt von Verantwortung, Verlust und dem Vergehen der Zeit – mit Humor, mit Stille, mit einer Klarheit, die lange nachhallt. Nicht zufällig zählt die New York Times den Film zu den 100 bedeutendsten Werken des 21. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt steht die Familie Jian: NJ, seine Frau Min-Min, ihre beiden Kinder und die im Haushalt lebende Großmutter. Während NJs Firma vor einer ungewissen Zukunft steht, öffnet sich für ihn eine neue berufliche Möglichkeit durch den japanischen Spieleentwickler Ota. Doch am Tag der Hochzeit von Min-Mins Bruder A-Di überschlagen sich die Ereignisse: Die Großmutter erleidet einen Schlaganfall und fällt ins Koma – und NJ begegnet unerwartet seiner Jugendliebe Sherry wieder, die er seit zwanzig Jahren nicht gesehen hat.

Walter Ruggle beschreibt den Film als seltenes Meisterwerk, das das Leben mit einer Präzision einfängt, die weder sentimental noch anbiedernd wirkt. Edward Yang schaffe Größe nicht durch Ausschweifung, sondern durch das Weglassen – durch das Vertrauen darauf, dass das Publikum die Lücken mit eigenen Gedanken und Gefühlen füllt.

Newly restored: Edward Yang’s late work, which won awards at Cannes, returns in a carefully revised version—a quiet, deeply moving family portrait that observes everyday life in Taipei with a rare attention to the inconspicuous moments.

As one of the central works of the Taiwanese New Wave, YI YI combines intimate observations with social issues without ever becoming didactic. Yang tells a story of responsibility, loss, and the passing of time – with humor, with silence, with a clarity that lingers long after the credits roll. It is no coincidence that the New York Times ranks the film among the 100 most important works of the 21st century.

The focus is on the Jian family: NJ, his wife Min-Min, their two children, and the grandmother who lives with them. While NJ’s company faces an uncertain future, a new career opportunity opens up for him through Japanese game developer Ota. But on the day of Min-Min’s brother A-Di’s wedding, events come to a head: the grandmother suffers a stroke and falls into a coma – and NJ unexpectedly encounters his childhood sweetheart Sherry, whom he hasn’t seen in twenty years.

Walter Ruggle describes the film as a rare masterpiece that captures life with a precision that is neither sentimental nor ingratiating. Edward Yang achieves greatness not through excess, but through omission—by trusting the audience to fill in the gaps with their own thoughts and feelings.

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British Shorts Festival Retrospektive: Scala Rising – Anarchic Shorts from London’s Legendary Underground Cinema

Datum: Di., 27.01.26
Ort: Filmrausch
Zeit: 19 Uhr
Preis: ab 7,- €

Die 19. Ausgabe des British Shorts Film Festivals findet vom 22. bis 28. Januar an sieben verschiedenen Spielorten in Berlin statt. Für die Retrospektive ist das Festival erstmals bei uns zu Gast und zollt der Vielseitigkeit unabhängiger Kinos Tribut.

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Das Kurzfilmprogramm „Scala Rising: Anarchic Shorts from London’s Legendary Underground Cinema“ versammelt wichtige Werke, die seinerzeit im legendären Scala Cinema (1978–1993) in London gezeigt wurden.

UK 1986–1993, sieben Filme in 109 min, OV
Mit Filmen von Viv Albertine, Richard Kwietniowski, Andrew Kötting, Christopher Newby, Bruna Fionda, Polly Gladwin, Isiling Mack-Nataf

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Gamerausch: DESPELOTE

Datum: Fr., 16.01.26
Ort: Filmrausch
Zeit: 19:30 Uhr
Preis: ab 8,- €

DESPELOTE ist einer der preisgekrönten Indie-Hits des vergangenen Jahres. Ein quirliges, humorvolles und zugleich nachdenkliches Spiel über das Aufwachsen in Quito und die besondere Rolle, die der Fußball dort im Jahr 2001 spielte: Im Mittelpunkt steht der achtjährige Julián, dessen Blick auf die Welt uns durch die Straßen, Parks und Schulhöfe der Stadt führt.

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Mit einem Ball am Fuß erkunden wir die Umgebung, dribbeln, passen, schießen und erleben, wie Menschen reagieren, wenn der Ball plötzlich vor ihnen liegt. DESPELOTE fängt dabei den Zauber kleiner Freiheiten ein: allein oder mit Freunden auf dem Platz stehen, Erwachsenen lauschen und sich ihnen widersetzen, die Stadt erkunden und sie dabei zum eigenen Spielplatz zu machen. Gleichzeitig spürt man den gesellschaftlichen Kontext, denn Ecuador steckt in einer Wirtschaftskrise, und die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft wird zu einem kollektiven Hoffnungsträger, der überall mitschwingt.

DESPELOTE ist damit nicht nur eine Geschichte über Fußball, sondern eine liebevolle Einladung, in eine Zeit einzutauchen, die dem Entwickler Julián Cordero viel bedeutet hat. Mit diesem semi-biografischen Ansatz ist DESPELOTE ein herausragendes Beispiel für eine neue Generation von Videospielen, die dokumentarisches und interaktives Erzählen auf eine spannende Art und Weise miteinander verknüpfen.

Im Anschluss an den Playthrough gibt es ein Q&A mit Ian Berman, dem Sound Designer des Spiels.

DESPELOTE

ECU/USA 2025, 120 min, OmeU
Entwicklung: Julián Cordero & Sebastian Valbuena

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PLEASURE DOME XII

Datum: So., 14.12.25
Ort: Filmrausch
Zeit: 18:00 / 20:30 Uhr
Preis: ab 8,- €

Vor der Winterpause heizt Zelluloid42s PLEASURE DOME noch einmal kräftig ein: Wir präsentieren ein Double Feature, in dem grenzenlose weibliche Lust buchstäblich von der Leinwand springt.

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Wir starten mit einem Camp-Fest, das in Deutschland noch viel zu unbekannt ist! „Sie brennt. Sie verzehrt. Sie ist eine Frau in Flammen. Sie ist Fuego.“ In Fuego (1969) besetzt der argentinische Exploitation-Regisseur Armando Bó seine Ehefrau Isabel Sarli als üppige Nymphomanin – ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch, dessen Flammen alle Männer verschlingen. Ästhetisch bewegt sich das Ganze irgendwo zwischen den farbenprächtigen Melodramen von Douglas Sirk und dem brustfixierten Kino eines Russ Meyer.

Amerikas Camp-König John Waters war und ist ein glühender Fan dieses Kinos der exzessiven Begierden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Waters’ große Muse Divine nach dem Vorbild der männerfressenden Diva Sarli aus Bós Filmen geschaffen wurde. In Female Trouble (1974) sind Sex und Gewalt der Treibstoff der Handlung: Als Teenagerin Dawn Davenport zu Weihnachten nicht die ersehnten Cha-Cha-Heels bekommt, läuft sie aus Baltimore davon – hinein in ein Leben voller Kriminalität, Sex und Gewalt. Natürlich gibt es auch hier jede Menge Farbe.

Und wieder haben wir keine Mühen gescheut und Überstunden gemacht, um euch historische 35mm-Kopien zu präsentieren – Waters’ Film in Originalsprache und das Werk seines Vorbilds in einer schmierigen deutschen Fassung.

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Reel Love: HARRY UND SALLY

Datum: Fr., 05.12.25
Ort: Filmrausch
Zeit: 20 Uhr
Preis: ab 12,- €

Dieser RomCom Klassiker aus den 90ern stellt die Frage, ob Freundschaft und Attraktion zwischen Männern und Frauen miteinander vereinbart werden können. Nach einer Nacht der Schwäche müssen sich Harry und Sally nämlich ihre vorher versteckte Attraktion eingestehen. Sind sie vielleicht doch füreinander geschaffen?

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In der “Reel Love”-Eventreihe (ehemals “Dystopian Dating”) präsentiert ReSee Movies Filme, die sich die Schwierigkeiten des romantischen Lebens anschauen, kombiniert mit gemeinsamen Aktivitäten, die unserem Publikum eine Chance geben, ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und vielleicht sogar wen kennenzulernen.